Montagsgespräche im Video-Raum

Die bisherigen Themen der Montagsgespräche
(April-Dez. 2020):

  • Ein ökologischer Grundvertrag der Menschheit
  • Hans Jonas: Das Prinzip Verantwortung
  • Rechte der Natur
  • Arne Naess: Tiefenökologie
  • Menschenrechte und Klimakrise
  • Ernst Ulrich von Weizsäcker zur Klimakrise
  • Gesine Schwan: Die Macht der Gemeinsamkeit
  • Das Anthropozän
  • Geo-Engineering
  • Jonathan Franzen: Wann hören wir auf, uns etwas vorzumachen?
  • Richard David Precht: Künstliche Intelligenz und der Sinn des Lebens
  • Pascal Mercier: Das Gewicht der Worte
  • Erfahrungsaustausch: Begegnungen im analogen und digitalen Raum
  • Hartmut Rosa: Unverfügbarkeit
  • Thomas Fuchs: Menschliche und künstliche Intelligenz

 

Im April 2020 - auf der Höhe des ersten Lockdowns - starteten die Montagsgespräche. Zunächst waren sie als Versuch gedacht, in pandemischen Zeiten eine Gesprächsgemeinschaft aufrecht zu erhalten. Mittlerweile haben sie sich zu einer ‘Marke’  entwickelt. Zwei Stunden zu aktuellen Themen, mit einer kurzen Hinführung jeweils zu Anfang und in der Mitte, ein großer Raum für den gedanklichen Austausch. Der Video-Raum wird 20 Minuten vor Beginn zum kommunikativen Aufwärmen geöffnet, und auch nach dem Ende  können Sie sich darin dann noch weiter unterhaltend bewegen. Oder einfach plaudern, Kontakte knüpfen und Adressen austauschen. In Corona-Zeiten die beste Alternative zu Begegnungen in der ›wirklichen Welt‹. Denn gegen den Frust hilft nur eines: Reden, und wenn möglich mit Inhalten! Auch wenn man bei einem Video-Format Abstriche an Atmosphärischem machen muss – ein philosophischer Austausch ist dennoch möglich.

Die Themen greifen aktuelle Publikationen auf im Bereich Philosophie/Kultur/Ökologie/Gesellschaft.

Die nächsten Termine:

      1.-22. Februar 2021 (4 Abende):
      Martin Hartmann: Vertrauen. Die unsichtbare Macht. Frankfurt: S.Fischer 2020.  Martin Hartmann ist Philosophieprofessor an der Universität Luzern.  Seine Analyse des Vertrauens umgreift auch die verstörenden  gesellschaftlichen Trends zur politischen Lage (Trump, Putin), zu den  "alternativen Wahrheiten" und zur Postfaktizität, es ist deshalb  hochaktuell und brillant geschrieben. Eine lange ausstehende Studie zur  gegenwärtigen Lage von Mensch und Gesellschaft. Buchkritik hier auf DLF

      15.-29. März 2021 (3 Abende):
      Amartya Sen: Elemente einer Theorie der Menschenrechte. (Reclam, € 6,00). Informationen dazu in Kürze.

So bekommen Sie den Zugang:

      Der Zugang zum Video-Raum erfolgt über ZOOM, muss nicht vorab installiert sein. Ich bitte um Anmeldung über PVollbrecht@t-online.de. Ich antworte Ihnen mit Angabe meiner Kontoverbindung. Den Zugangscode für die  Termine sende ich Ihnen, wenn die Teilnahmegebühr von € 50 bzw.  € 95 (für 2 bzw. 4 Abende) auf meinem Konto eingegangen ist. Falls Ihnen kurzfristig terminlich etwas dazwischenkommt, können Sie Ihr Guthaben auf andere Termine übertragen lassen. Es ist alles kinderleicht! Und falls doch nicht: Ich richte gern einen Testlauf vorab ein - bitte kontaktieren Sie mich!

       


Für Kurzentschlossene:
Platon: Gorgias
12.-14. Februar 2021

 

      GorgiasAufgrund der Pandemie findet eine der beiden regulären Platon-Seminarreisen im Online-Format statt. Wir diskutieren entlang des Originaltextes den Dialog Gorgias. Darin setzt sich Sokrates mit drei hartnäckigen Verteidigern der politischen Rhetorik auseinander. Sie loben die Rhetorik in höchsten Tönen: sie verleihe Macht über andere, sie zwinge ihnen einen fremden Willen auf, und überhaupt sei das Recht des Stärkeren der Sinn des Lebens. Die weltfremde Philosophie hingegen tauge nicht für ein glückliches Leben. Sokrates wäre nicht Sokrates, würde er nur moralisch empört darauf reagieren. Nein, er nimmt ihre Argumente ernst und zerpflückt sie. In seiner Argumentationstechnik des Widerlegens schmelzen die gepriesenen Trümpfe der Rhetorik dahin – und was setzt Sokrates dagegen? Wird hier nicht verraten!

      Ich verschaffe Ihnen einen Überblick über die gesamte Argumentation. Wir konzentrieren uns auf die Schlüsselstellen des Textes. Und schließlich diskutieren wir die Aktualität der Rhetorik-Kritik Platons!

      Textausgabe (bitte beschaffen): Platon: Gorgias. Übersetzt von Michael Erler (Reclam-Verlag, € 5,80)

      Termin: Freitag, 12. Februar - Sonntag, 14. Februar 2021

      Seminarzeiten (via ZOOM): Freitag, 12. Februar  15-17:20 Uhr ; Samstag, 13. Februar  10:00-12:20 Uhr / 16-18:20 Uhr; Sonntag, 14. Februar 10:00-12:20 Uhr / 16-18:20 Uhr. (mit jeweils einer kurzen Pause in den jeweiligen Blöcken)

      So bekommen Sie Zugang: Der Zugang zum Video-Raum erfolgt über ZOOM, muss nicht vorab installiert sein. Ich bitte um Anmeldung über PVollbrecht@t-online.de. Ich antworte Ihnen mit Angabe meiner Kontoverbindung.
      Den Zugangscode für die  Termine sende ich Ihnen, wenn die Teilnahmegebühr von € 220  auf meinem Konto eingegangen ist.

      Testlauf vorab zum Überprüfen von Zugang, Kamera und Mikro am Donnerstag, 11. Februar 19:30 Uhr

      Teilnehmerzahl: auf 12 begrenzt

      Freie Plätze ausgebucht, Warteliste möglich

       


Aristoteles - Denker des Abendlandes

Termin: 27. und 28. März und 2. April 2021

Seminarzeiten: Testlauf bei Bedarf vorab am 26. März 19:30 Uhr
27. März 21 von 10-12:20 Uhr / 16-18:20 Uhr
28. März 21 von 10-12:20 Uhr / 16-18:20 Uhr
2 April 21 von 10-12:20 Uhr / 16-18:20 Uhr
jeweils eine 20-Min Pause in den Seminarblöcken zum Entspannen

Textskript: wird Ihnen zugeschickt ca. 10 Tage vor Seminarbeginn

Teilnehmer: min. 8, max. 15

Seminargebühr: € 260

Anmeldung möglichst bis spätestens 12. März 2021 (noch 4 freie Plätze, Stand 08.02.21)

Absageklausel: bei zu geringer Teilnehmerzahl bis zum 12. März 2021

Zugang: bitte melden Sie sich über eMail an PVollbrecht@t-online.de an, ich schicke Ihnen die Bestätigung zu sowie meine Kontoverbindung. Bei Eingang der Seminargebühr kommt das Seminarskript per Post zu Ihnen. Den Einwahllink sende ich Ihnen über eMail zu.

 

 

Man kann lange und mit Gewinn darüber streiten, wer von den beiden Meisterdenkern der Antike der wichtigere sprich: der wirkungsmächtigere Philosoph ist - Platon oder Aristoteles? Die Theologen, die Mathematiker und vielleicht auch die Sprachwissenschaftler werden Platon die Palme reichen, auch die schöne Literatur lebt von seinen Bildern und Gleichnissen. Die Naturwissenschaften, die Logik und Rhetorik, die Sozialwissenschaften, die Moralphilosophen, die Psychologen und die Erforscher der Gefühle und Leidenschaften werden bei Aristoteles reicher fündig. Aristoteles ist ‘moderner’ als sein Lehrer Platon, was konkret bedeutet: der Aristotelismus ist anschlussfähiger an den gegenwärtigen Stand der Wissenschaften und auch an den heutigen Problembestand des gesellschaftlichen Lebens.

Oft hat man ihn einfach nur »den Philosophen« genannt. »Der Philosoph« wurde gelesen und diskutiert in der Antike, im Mittelalter, in der Neuzeit und auch in unserer Gegenwart, und nicht allzu kühn ist die Erwartung, auch in Zukunft komme man nicht an ihm vorbei. Der philosophische Ruhm des Aristoteles steht einzigartig da in der philosophischen Welt. Kein anderer Denker hat sich in so vielen verschiedenen Disziplinen hervorgetan. In Athen war er der herausragende Schüler des Platon, doch schon sehr bald trat er aus dem Schatten seines Lehrers und ging philosophisch seine eigenen Wege. Wir verfolgen sie in ihren Hauptzügen, dabei werfen wir immer wieder die Frage nach der Aktualität seines Weltbildes auf. Wir denken mit Aristoteles nach über die Natur und den Wert des Wissens, über das rechte Handeln und die richtige Lebensführung, über das Wesen der staatlichen Gemeinschaft und über das Potenzial des Menschenwesens. Ich werde Ihnen die mitunter spröden Originaltexte (deren berühmte Kernstellen wir ebenfalls gemeinsam studieren) geschmeidig machen und Ihnen die wohldurchdachte Architektur seines Systems entfalten.

 


DenkduettDenkduett - der Philosophietalk, bei dem Mitdenken erwünscht ist

Das Philosophieren ist eine dialogische Tätigkeit - das ist die Idee hinter dem neuen Video-Format Denkduett. Jeden zweiten Dienstag diskutieren zwei Philosophierende über ein brennendes Thema (ca. 30 Minuten), dann öffnet sich der Gesprächsraum auf die Teilnehmerinnen und Teilnehmer.

Sie können mitmachen, mitgestalten oder einfach nur zuhören.

Cornelia Mooslechner-Bruell, Kirstine Fratz, Christoph Quarch, Nicolas Dierks, Marius Tölzer, Krischa Kops und ich bestreiten die Themen - eine/r gibt vor, der/die andere reagiert, alles live, spontan und nicht abgekaspert.

Die nächsten Termine:

2. Februar 2021, 19:30 Uhr:
Marius Tölzer und Christoph Quarch:
Kindheit: Liebe, Freiheit oder Disziplin? Wie werden wir zu Erwachsenen, denen ihr Leben gelingt?

16. Februar 2021, 19:30 Uhr:
Peter Vollbrecht und Krisha Kops:
Befinden sich die westlichen Gesellschaften in einer Vertrauenskrise?

2. März 2021, 19:30 Uhr:
Kirstine Fratz und Cornelia Bruell:
Selbsterkenntnis - die große Chance im Lockdown?

16. März 2021, 19:30 Uhr:
Christoph Quarch und Nico Dierks:
Demokratie worauf kommt es wirklich an?

So bekommen Sie den Zugang:

Der kostenlose podcast ist einen Monat nach Veranstaltung abrufbar.
Er enthält des Gespräch der beiden Duetter/innen

Die Denkduett-Videos zum Anschauen - hier ist die aktive live-Teilnehme nicht enthalten.
€ 99,00 für alle Videos 2020 und 2021

Online-live-Teilnahme der Terminemit der Möglichkeit, aktiv (oder auch passiv) an den Diskussionen teilzunehmen.
€ 57,50 für fünf Termine bis 16. März 2021
€ 69,00 für sechs Termine vom 30. März - 8. Juni 2021

Einzeltermine für das online-live-Teilnahmeformat für € 15,00

Nähere Infos und Anmeldung über: www.denkduett.de

 

Philosophisches Forum

 
 

Peter Vollbrecht