Literatur, Philosophie und Kunst im Kaffeehaus.
Die Wiener Moderne in der
Abenddämmerung der k.k. Monarchie

4.– 8. Mai 2020
Wien, Hotel Regina

IWien Cafe Central

Im weltweiten Ranking der lebenswertesten Städte hat kürzlich das englische Magazin
›The Economist Wien auf Platz Eins gesetzt. Und ja, tatsächlich atmet das Flair der Stadt
auch heute noch den gemütvollen Geist der vorletzten Jahrhundertwende. Er begegnet in den
Kaffeehäusern, wo die Literaten des ›Jung Wien‹ ihre Mélange aus Dekadenz und
Fortschrittsoptimismus kultivierten. Oder auf der prächtigen Ringstraße, die sich die Wiener
anschafften, um die Niederlage gegen Preußen zu vergessen. Lassen Sie sich bezaubern von
der nostalgischen Magie der Donaumetropole! Die Literatur, die Philosophie und die bildende
Kunst jener Jahre entführen Sie in eine wohltemperierte Moderne. Sie erspürte noch nichts
von der Hast der Zeiten und war dennoch wach für den großen Wandel, der sich ankündigte
in den Wissenschaften und den Künsten. Sie besuchen sehr ausgesuchte Örtlichkeiten, die im
Spiegel von Damals auch die Konturen des Jetzt deutlicher hervortreten lassen! Sie wohnen,
wie man schon vor 120 Jahren in Wien wohnte: im einem Traditionshaus mit Plüsch und Wien Freud
Mozart-Musik im Aufzug, in Fußnähe zu allen wichtigen Wiener Örtlichkeiten.

Das Seminar: Erkunden Sie den Zeitgeist zur Abenddämmerung der k.k.-Monarchie in Wien! Ein umfangreiches Exkursionsprogramm Der Wiener Schriftsteller Alfred Polgar führt uns mit einer witzigen, pointierten und zuweilen bissigen Philosophie des Kaffeehauses tief hinein in das literarische Lebensgefühl des Fin de Siècle. Andere Schriftsteller (Hugo von Hofmannsthal, Hermann Bahr, Josef Roth, Arthur Schnitzler und Robert Musil) ergänzen das Wiener Lokalkolorit der vorletzten Jahrhundertwende. In der Philosophie dominierte der ›Wiener Kreis‹ die Szene (Ernst Mach, Moritz Schlick, Ruolph Carnap und Ludwig Wittgenstein). Sie verfolgten das Projekt eines ›exakten Philosophierens‹ und legten Spuren bis nach England und Amerika, wohin die meist jüdischen Autoren nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten emigrierten. In der bildenden Kunst beschäftigen uns die Secessionisten und die Höhepunkte österreichischer Malerei in der Nationalbibliothek. Und schließlich legen wir unseren Finger an den Puls des damaligen Zeitgeistes und lesen und diskutieren Artikel der kulturkritischen Zeitschriften jener Jahre - und schon stehen Sie mittendrin in der Auseinandersetzung zwischen Décadence, Impressionismus und politischem Engagement.

Seminarbeginn und –ende: am Anreisetag um 18 Uhr, am Abreisetag nach dem Frühstück.

Reader: die ausführliche Textsammlung müssen Sie keinesfalls vorher durchgelesen haben!

Exkursionen und Unternehmungen: Kaffeehäuser, das Literaturmuseum, die Philosophenstiege der Universität, das Wohnhaus Sigmund Freuds, der Prunksaals der Nationalbibliothek, die Hofburg.

Gruppengröße: 12 – 20 Personen.

Kosten: Fünf Übernachtungen/Frühstück im Hotel Regina****, drei Abendessen (davon eines im stilvollen Kuppelsaal des Kunsthistorischen Museums), Kaffeepausen während der Seminarzeiten, Seminargetränke, Ausflüge laut Programm, Seminar und Seminarraumkosten.
Im DZ € 1490, EZ-Zuschlag € 240

Ausführliches Programm und Anmeldung:

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Peter Vollbrecht