Ökologisches Denken: Für ein neues Verhältnis von Mensch und Natur

Propstei Sankt Gerold
Großes Walsertal / Österreich
19.– 24. Juni 2021

 

      Sankt Gerold3

      Der Klimawandel ist längst nicht mehr nur eine Sache Afrikas oder der Karibik,
      er hat den europäischen Kontinent erreicht. Extremwetterereignisse, Trockenheit
      und Hitze lassen uns spüren, dass die Natur aus dem Gleichgewicht geraten ist.
      Die ökologische Krise zwingt uns, unseren Lebensstil, aber auch unser
      Verhältnis zur Natur grundlegend zu überdenken. Tatsächlich könnte
       die starke Reaktion der Natur auf unsere rücksichtslose Freibeuter-Mentalität
      auch eine Chance für einen neuen, dringend nötigen Gesellschaftsvertrag sein,
      der das Wohl von Mensch wie Natur in den Blick nimmt. Die Philosophie
      kann in diesem Zivilisationsdrama an die großen Klassiker des ökologischen
      Bewusstseins erinnern, um daraus dann einen ökologischen Grundvertrag
      zu entwerfen – ähnlich wie die wirkungsmächtigen philosophischen Entwürfe,
      die vor 300 Jahren zum republikanischen Rechtsstaat führten.
      Das und nichts weniger ist das Programm dieser Reise in das Bioreservat Großes Walsertal.
      Es ist nicht nur eine Reise zum Mitmachen, sondern auch zum Mitgestalten.
      Wie? Das finden wir heraus, gemeinsam in inspirierenden Gesprächen.Sankt Gerold1

      Das Seminar: Zunächst geht es zu den Klassikern des ökologischen Bewusstseins (Herder, Goethe und Alexander von Humboldt). Hier liegen die Wurzeln unserer gegenwärtigen Schlüsselworte von Nachhaltigkeit und Ganzheitlichkeit, vom ‚Netzwerk Natur‘. Dann wenden wir uns der gegenwärtigen Diskussion um das Anthropozän zu und lesen Auszüge aus Hans Jonas ‚Das Prinzip Verantwortung‘, James Lovelocks ‚Gaia‘ und Ernst Ulrich von Weizsäcker ‚Wir sind dran‘. In der Verfassung Ecuadors hat die Natur Rechte zugesprochen bekommen. Was steckt hinter dieser innovativen Idee? Als Höhepunkt der Walsertaler Tage erarbeiten wir uns Grundzüge zu einem ökologischen Grundvertrag.

      Reader: wird Ihnen drei Wochen vor Seminarbeginn zugesandt. Muss keineswegs vorab gelesen sein!

      Gruppengröße: 12 – 20 Personen.

      Wanderungen: ‚Weg der Stille‘ ‚Klangraum Stein‘, Blumenlehrpfad am Faschinajoch und Wanderung nach Raggal.

      Anreise: individuell.

      Kosten: fünf Übernachtungen mit Halbpension in der Propstei Sankt Gerold, Vorarlberg. Kaffee-/Teepausen während des Seminars, Seminar, Skript und Seminarraumkosten, Bergbahnen und geführte Wanderungen im DZ € 1490, EZ-Zuschlag € 100.

 

Philosophisches Forum

 
 

Peter Vollbrecht