Philosophie im Dialog mit Naturwissenschaft und Technik:
Künstliche Intelligenz

Seminarort noch unbestimmt
12.– 17. Juli 2019KI3

Zur Zeit der Drucklegung des Reisekatalogs 2019 konnte das Unternehmen zur Künstlichen Intelligenz noch nicht abschließend geplant werden. Derzeit bemühe ich mich noch um Kontakte zu Institutionen und Firmen, in denen an KI geforscht wird. Weitere Informationen erfolgen im Laufe des Spätsommers. (Unverbindliche) Optionen für die Reise nehme ich aber schon entgegen.

Wir sind Zeugen einer phänomenalen technischen Revolution. Sie wird die Lebenswelt radikaler noch verändern wie das Automobil oder das Flugzeug. Denn in naher Zukunft werden die Maschinen nicht mehr nur unsere Dienstboten sein. Mit lernender Kognition ausgestattet werden sie mit ihrer Umwelt kommunizieren und ihre eigenen Fertigkeiten dabei verfeinern und verbessern. Die Forschung über künstliche Intelligenz liegt zwar immer noch in den Händen der Menschen, aber ihre Produkte werden früher oder später in die Phase einer Selbstoptimierung treten. Was wissenschaftlich und technologisch ungemein faszinierend ist, das erzeugt im Alltagsbewusstsein große Ängste. Doch Ängste speisen sich nicht selten aus sachlicher Unkenntnis. Wir wollen dagegen halten und uns anhand von Publikationen und Videos zunächst erst einmal ein wenig tiefer informieren. Philosophisch interessant an der Forschung über künstliche neuronale Netzwerke ist zudem, dass sie uns unsere natürliche Intelligenz besser verstehen lässt. Wir schauen wie in einen Spiegel dabei. Als besonderer Höhepunkt der Seminarreise ist ein Besuch eines Labors vorgesehen, in dem an künstlicher Intelligenz geforscht wird.

Das Seminar: Was ist künstliche Intelligenz (KI)? Wir beginnen mit einigen heute gängigen Bestimmungen und stoßen schnell zum Kern der Sache vor: es geht um Lernen und Problemlösen. In der KI werden verschiedene Lerntechniken miteinander kombiniert – ein erster Spiegel für natürliche Intelligenz. Neuronale Netzwerke – künstliche wie natürliche - sind in der Lage, ihre Leistungsfähigkeit selbst wieder zu thematisieren, um sie anschließend zu trainieren, so wie wir Menschen das auch tun. Aber unsere Trümpfe sind Intuition, Gefühle und ein weiter Weltwinkel, in dem wir Dinge miteinander verbinden. Den Sprung von Anwendungsspezialisten zum Alltagswissen vollziehen derzeit zwei KI-Systeme, die mit unterschiedlichen (semantischen) Strategien arbeiten: das von IBM entwickelte Watson, das eine Art intuitiven Umgangs mit Daten trainiert, und Cyc, in das 31 Jahre lang Weltwissen eingespeist wurde. Wir informieren uns über ihre Stärken und Schwächen, wir diskutieren den für uns Menschen relativ gut zu bewältigenden Umgang mit vagen Begriffen und unsicherem Wissen und informieren uns die sogenannte ›fuzzy logic‹, die Zonen semantischer Unschärfe meistert. Mit den Techniken von Raumorientierung und von künstlicher sensitiver Intelligenz tasten wir uns in die Technologie der Robotik vor.
In unserem Seminar stellen wir uns am letzten Tag den Ängsten und Befürchtungen, wie sie in den Medien und in Science Fiction zum Ausdruck kommen. Gibt es gewichtige Gründe, uns vor einer Entmündigung durch KI zu fürchten?

Seminarbeginn und –ende: 12. Juli, 18 Uhr, Abreise nach dem Frühstück am 17. Juli 2019.

Reader: eine ausführliche Textsammlung wird Ihnen drei Wochen vor Seminarbeginn zugesandt. Keinesfalls müssen Sie den Reader vorher durchgearbeitet haben!

Gruppengröße: 12 – 20 Personen.

Exkursionen: werden noch bekanntgegeben

Kosten: werden noch bekanntgegeben

Philosophisches Forum

 
 

Peter Vollbrecht